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KransystemPortalkran
Eine auf eigenen Stützen stehende Laufkran-Familie, die im Freien ohne Gebäudestahlkonstruktion arbeitet.
Was er ist und wie er funktioniert
Ein Portalkran ist die auf Stützen stehende Ausführung des Laufkrans. Die Brücke wird von zwei Stützen getragen, die nicht auf dem Gebäude, sondern auf dem Boden stehen, und die Stützen laufen auf einer im Boden verlegten Kranbahn. So kann er im Freien, in Bereichen ohne Überdachung, arbeiten.
Er wird als Vollportal (beide Stützen im Boden) oder Halbportal (eine Seite auf einem Gebäudekragarm) gefertigt. Bei Auslegerausführungen ragt die Brücke über die Stützen hinaus; die Lkw-Beladespur kann so von außerhalb der Kranbahn erreicht werden.
Da der Einsatz im Freien erfolgt, gehören Windlastberechnung, Schienenklemmen (Sturmsicherung), regengeschützter Schaltschrank und Motorauswahl zur Standardausführung.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Typ | Vollportal / Halbportal / Auslegerausführung |
| Tragfähigkeit | Projektabhängig festgelegt |
| Einsatzumgebung | Freigelände, Lagerplatz, Steinbruchgelände |
| Kranbahn | Im Boden verlegte Schiene — Betonträger und Baugrunduntersuchung erforderlich |
| Windsicherheit | Sturmsicherung und optionales Anemometer |
| Schutzart | Erhöhter IP-Schutz für den Freiluftbetrieb |
| Steuerung | Funkfernsteuerung (im Freien Standard) |
Die Werte sind typische Bereiche; die endgültigen Werte werden bei der Konstruktion anhand der Hallenmaße und der Triebwerksgruppe festgelegt.
Einsatzbereiche
- Marmor- und Naturstein-Lagerplätze
- Lagerplätze für Stahlprofile
- Fertigteilbeton-Produktionsflächen
- Schrott- und Recyclinganlagen
- Werft- und Hafenflächen im Hinterland
Fachbegriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Vollportal | Ein Portalkran, bei dem beide Stützen auf der im Boden verlegten Kranbahn stehen. |
| Halbportal | Eine Ausführung, bei der eine Seite im Boden, die andere auf einem Gebäudekragarm steht. |
| Ausleger (Kragarm) | Der Teil der Brücke, der über die Stützen hinausragt. |
| Sturmsicherung | Eine Vorrichtung, die den Kran außerhalb der Betriebszeit gegen Windverschiebung an der Schiene arretiert. |
| Anemometer | Ein Gerät, das die Windgeschwindigkeit misst und den Bediener beim Überschreiten des Grenzwerts warnt. |
| Schienenträger | Der unter der Kranbahn gegossene Stahlbetonträger, der die Radlast in den Boden ableitet. |
Häufig gestellte Fragen
Wie muss der Baugrund beschaffen sein?
Unter der Kranbahn wird ein Stahlbetonträger gegossen, und es wird geprüft, ob der Boden die Radlasten der Stützen trägt. Eine ohne Baugrunduntersuchung festgelegte Kranbahnabmessung führt später zu Setzungen und Schienenversatz.
Kann er bei Wind arbeiten?
Er arbeitet bis zu einer bestimmten Windgeschwindigkeit; ein Anemometer kann den Bediener beim Überschreiten des Grenzwerts warnen. Außerhalb der Betriebszeit wird der Kran mit einer Sturmsicherung an der Schiene arretiert.
Wann ist ein Halbportal sinnvoll?
Wenn auf einer Seite des Geländes bereits ein geeigneter Gebäudekragarm vorhanden ist, wird dieser statt einer zweiten Stütze genutzt. Das spart Platz und senkt die Kosten.
