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Störungshilfe

Funkfernsteuerung reagiert nicht

Die Störung mit dem kürzesten Stillstand — aber ohne Ersatzsender die längste.

Sicherheit: Die folgenden Prüfungen dienen der Diagnose. Arbeiten an Schaltschrank, Bremseinstellung, Seil/Kette und Sicherheitskomponenten sind von Fachpersonal auszuführen, bei abgeschalteter Energie und unter Beachtung von Lockout-Tagout-Regeln. Ein defekter Kran darf bis zum Abschluss der Diagnose nicht unter Last betrieben werden.

Wie das System funktioniert

Die Funkfernsteuerung besteht aus zwei Teilen: dem Sender in der Hand des Bedieners und dem Empfänger am Kran. Beide sind miteinander gekoppelt; ein anderer Sender kann denselben Kran nicht bedienen.

Der Empfänger leitet eingehende Befehle über Relais oder Kommunikation an den Steuerkreis des Krans weiter. Bricht das Signal ab, stoppt der Kran sicher — das ist keine Störung, sondern gewolltes Verhalten.

Mögliche Ursachen

Mögliche UrsacheSymptomPrüfung
Batterie leer/schwachSenderlicht schwach oder blinkendBatterie wechseln oder laden
Not-Aus gedrücktKein Befehl kommt durchNot-Aus an Sender und Schaltschrank prüfen
Kopplung verlorenSender funktioniert, Kran reagiert nichtKopplungsprozedur wiederholen
Keine EmpfängerversorgungEmpfängerlicht ausVersorgungsspannung und Sicherung messen
AntennenproblemFunktioniert in der Nähe, bricht in der Ferne abAntennenanschluss und -position
KanalüberschneidungZeitweise AussetzerKanal wechseln, andere Krane prüfen
Relais-/AusgangsfehlerManche Bewegungen funktionierenEmpfängerausgänge prüfen

Schrittweise Prüfung

  1. Sender prüfenBatteriestand, Licht, Not-Aus-Stellung.
  2. Schaltschrankseite prüfenHauptschalter, Schaltschrank-Not-Aus, Sicherungen.
  3. Empfänger prüfenLeuchtet die Versorgungsanzeige, ist die Antenne angeschlossen.
  4. Kopplung wiederholenKopplungsprozedur des Herstellers durchführen.
  5. Ersatzsender testenFalls vorhanden, damit testen — grenzt das Problem ein.
  6. Kanal wechselnIst ein anderer Sender in der Umgebung, Kanalüberschneidung ausschließen.
  7. Mit Hängetaster testenFalls vorhanden, bestätigt dies, dass der Kran selbst intakt ist.

Wiederholung verhindern

Batteriemanagement ist die einfachste Vorbeugung: Ersatzakku bei Akkusystemen, Vorrat bei Alkalisystemen. Die Batterieprüfung zu Schichtbeginn sollte zur Gewohnheit werden.

Zweite Maßnahme ist ein Ersatzsender. Gekoppelt und verschlossen aufbewahrt, bringt er den Kran bei Senderausfall innerhalb von Minuten wieder in Betrieb.

Drittens Umgebungsmanagement: Kanäle und Kopplungen der in demselben Bereich arbeitenden Krane sollten dokumentiert und Antennenpositionen fern von Störquellen gewählt werden.

Fachbegriffe

BegriffBedeutung
KopplungDie Zuordnung, mit der sich Sender und Empfänger gegenseitig erkennen.
KanalDer vom Sender genutzte Funkfrequenzkanal.
TotmannschalterSicherheitstaste, die die Bewegung bei Loslassen unterbricht.
EmpfängerDie Einheit am Kran, die die Befehle entgegennimmt.

Häufig gestellte Fragen

Öffnet ein Ersatzsender jeden Kran?

Nein. Auch der Ersatzsender muss gekoppelt sein. Deshalb muss der Ersatzsender gekoppelt und verschlossen aufbewahrt werden.

Die Steuerung fällt von selbst aus — ist das gefährlich?

Dass der Kran bei Signalverlust stoppt, ist ein sicheres, gewolltes Verhalten. Häufige Aussetzer weisen jedoch auf ein Antennen-, Kanal- oder Versorgungsproblem hin und sollten behoben werden.

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